Unzahlbare Gebäude, Häuser und sakrale Objekte für die der Stein in dieser Werkstat bearbeitet wird und hier sind nur einige davon.
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Gestaltung des Platzes Stagnica / Projekt von Dr. Art. Dina Jakšić Pavasović
- die Neugestaltung des Platzes Stagnica in Donji Humac stellt ein herausragendes Beispiel für zeitgemäße Planung öffentlicher Räume dar, die auf traditioneller Steinbearbeitung und modernen Gestaltungsprinzipien basiert. Die harmonische Verbindung von Funktionalität, Ortsidentität und hoher Ausführungsqualität hat zu einem Raum geführt, der die Standards der Gestaltung öffentlicher Plätze auf der Insel Brač maßgeblich anhebt. Das Konzept wurde von Dr. Art. Dina Jakšić Pavasović entwickelt, die persönliche Erinnerungen, räumliche Erfahrungen und profundes Materialwissen in das Projekt einbrachte. Unsere Steinmetzwerkstatt setzte die komplexesten Elemente um: wellenförmige Steinbordsteine, die die originellen Autostopper – die sogenannten bube – bilden, sowie das gesamte System aus Steinboden, Steinverkleidungen, Steinmauern, Steinabdeckungen und Elementen aus traditioneller Trockenmauertechnik. Der zweite Teil von Stagnica umfasst mehrere technisch und formal äußerst anspruchsvolle Steindetails: eine charakteristische steinerne Form, die dem Raum Dynamik verleiht, Steinplatten zur Fahrradabstellung und in den Boden eingelassene Steinzahlen, welche die steinerne Version des traditionellen Spiels „školica“ (Himmel und Hölle) bilden – neu interpretiert durch zeitgenössisches Steindesign. Diese Inhalte fördern den Aufenthalt von Kindern im Freien, unterstützen motorische Fähigkeiten, soziale Interaktionen und kognitive Entwicklung, und schaffen somit einen öffentlichen Raum mit sozialem und pädagogischem Wert. Zum Projekt gehört auch eine monolithische Steintrinkbrunnenanlage, ebenso wie eine architektonisch fein gelöste Bushaltestelle, in der sich eine Steinsitzbank, Elemente der Trockenmauer und eine wellenförmig gearbeitete Steinabdeckung verbinden. Besonders hervorzuheben ist die Karte von Donji Humac, die von den Kindern des Ortes im Rahmen eines edukativ-kreativen Workshops zur Steinbearbeitung geschaffen wurde. Aus professioneller Sicht handelt es sich um ein wichtiges Beispiel partizipativen Designs: Die Einbindung von Kindern in die Gestaltung verleiht dem öffentlichen Raum eine neue Identitätsebene, stärkt die Zugehörigkeit und macht die Karte zu einem kulturellen Symbol, das über reine Dekoration hinausgeht. Heute ist Stagnica ein Beispiel dafür, wie sich die Gestaltung öffentlicher Räume durch den Dialog zwischen Tradition, zeitgenössischem Design und meisterhafter Steinbearbeitung weiterentwickeln kann.